🌐 Globale Steuertransparenz und CRS (Common Reporting Standard)
Jede natürliche und juristische Person mit grenzüberschreitenden Investitionen muss sich der Realität der BEPS-Aktionspläne der OECD (Base Erosion and Profit Shifting) und des CRS (Common Reporting Standard) stellen.
🔄 Automatischer Informationsaustausch
Die Türkei und Montenegro haben sich zum automatischen Austausch von Finanzkontoinformationen verpflichtet.
Beispiel: Die Kontodaten eines in der Türkei Ansässigen bei montenegrinischen Banken (Saldo, Zinserträge usw.) können von den montenegrinischen Steuerbehörden erhoben und jährlich an die türkische Steuerverwaltung (GİB) gemeldet werden. Umgekehrt gilt dasselbe.
💡 Die richtige Strategie
Vermögenswerte zu „verstecken“ ist weder möglich noch legal. Die richtige Strategie ist die Verwaltung der Vermögenswerte über transparente, meldefähige und zugleich steuerlich optimierte Strukturen (Holdings, Trusts, Fonds).
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CRS-konforme Strukturierung, DBA-Optimierung, Holding-Aufbau und Verrechnungspreisdokumentation aus unseren Büros in der Türkei und in Montenegro.
Rechtsgrundlagen
- Zakon o porezu na dohodak fizičkih lica (65/2001) — čl. 3Službeni list Republike Crne Gore, broj 65/2001Amtlicher Text
Häufig gestellte Fragen
Gibt es ein Doppelbesteuerungsabkommen zwischen der Türkei und Montenegro?
Ja. Nach der veröffentlichten Abkommensübersicht der Steuerverwaltung wurde das Abkommen über Einkommen und Vermögen im Amtsblatt SCG 3/06 veröffentlicht und wird seit dem 1. Januar 2007 angewendet.
Welchen Dividendensatz lässt das Abkommen Türkei–Montenegro zu?
15 %, wenn der Empfänger weniger als 25 % des Kapitals hält, und 5 % ab einer Beteiligung von 25 %. Zinsen und Lizenzgebühren sind auf 10 % begrenzt. Der Abkommenssatz gilt nicht automatisch — Ansässigkeitsnachweis und Verfahren müssen erfüllt sein.
Wie hoch ist der reguläre Quellensteuersatz in Montenegro?
15 % des Bruttobetrags nach član 29 Abs. 4 des Zakon o porezu na dobit pravnih lica. Absatz 1 erfasst Dividenden und Gewinnanteile sowie — bei Zahlung an eine nicht ansässige juristische Person — Zinsen, Lizenzgebühren, Veräußerungsgewinne, Mieten, Beratungs-, Marktforschungs- und Prüfungshonorare.
Wann wendet Montenegro einen Quellensteuersatz von 30 % an?
Nach član 29 Abs. 5, wenn der Empfänger eine nicht ansässige juristische Person aus einem Gebiet ist, dessen Regeln Unternehmensgewinne und Dividenden geringer belasten als Montenegro und das keine Informationen über wirtschaftlich Berechtigte und Steuerpflichten austauscht. Absatz 6 nennt die Anknüpfungspunkte: Gründung, eingetragener Sitz, Verwaltungssitz, Ort der tatsächlichen Geschäftsleitung. Absatz 7 schließt die Anwendung aus, wenn der Empfänger in einem Abkommensstaat ansässig ist. Die Liste veröffentlicht das Ministerium nach Absatz 10.
Bedeutet CRS, dass mein montenegrinisches Konto meinem Heimatstaat gemeldet wird?
Genau das ist die Konzeption des Standards: Finanzkontodaten einer anderswo steuerlich ansässigen Person werden lokal erhoben und mit deren Ansässigkeitsstaat ausgetauscht. Ob und wann ein konkreter Austausch stattfindet, hängt von den zwischen beiden Staaten geltenden Vereinbarungen ab; klären Sie die Lage für Ihre eigene Ansässigkeit, statt sie in die eine oder andere Richtung zu unterstellen.
Steht Montenegro auf der EU-Liste nicht kooperativer Länder?
Seit Oktober 2025 steht es auf Anhang II und stand dort auch bei der ECOFIN-Aktualisierung vom 17. Februar 2026. Anhang II erfasst Länder mit noch offenen Zusagen; Anhang I ist die schwarze Liste. Es geht um den automatischen Informationsaustausch, nicht um die Gültigkeit des Steuersystems.
Kann ich durch eine Holding in einem Niedrigsteuerland Steuern senken?
Auf diesem Weg nach Montenegro nicht. Član 29 Abs. 5 erhöht die Quellensteuer gerade für Empfänger in niedrig besteuernden, nicht austauschenden Gebieten auf 30 %, und Absatz 6 erfasst sie über Gründung, eingetragenen Sitz, Verwaltungssitz oder Ort der tatsächlichen Geschäftsleitung. Zudem muss eine Struktur den Regeln des Staates standhalten, in dem Sie steuerlich ansässig sind.
Müssen Geschäfte mit verbundenen Parteien dokumentiert werden?
Ja. Geschäfte mit verbundenen Parteien werden nicht einfach abgezogen, sondern am Fremdvergleichsgrundsatz nach den Verrechnungspreisregeln gemessen; der Steuerpflichtige muss die Preisfindung nachweisen können. Verbundene Parteien sind in član 38 des Körperschaftsteuergesetzes definiert.
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